Zielgruppen effizient erreichen

Mit steigender Popularität des Internets ist weltweit die Anzahl Webseiten sprunghaft angestiegen. Welches Unternehmen in den Industrieländern ist heute nicht im Internet präsent? Noch vor 10 bis 15 Jahren waren Unternehmen mit einer Webpräsenz fortschrittlich. Doch heute lässt sich mit einer Webseite kein Kunde mehr gewinnen.Es mag grosse Unterschiede in der Qualität der Präsentation und der Inhalte geben, doch eine Differenzierung wird zunehmend schwierig, wenn man sich nicht eingehend mit den Marktentwicklungen und Trends auseinandersetzt. Dabei darf man sich nicht alleine auf Technologien beschränken, jedes Marktsegment hat seine Eigenheiten. Heute möchte ich Euch ein paar Gedanken zur Entwicklung in der Informations- und Kommunikationstechnologie geben und den Bogen zum Verhalten der Konsumenten schlagen.

Dieses Jahr, 2012, sind die PC-Verkäufe seit 11 Jahren erstmals rückläufig. Lassen wir einmal ausser acht, dass die meisten Unternehmen jedes Jahr weniger Mitarbeitende haben und damit auch weniger PC’s benötigen. Betrachten wir einmal den Consumer-Markt. Ein Blick auf das aktuelle Geschehen bei den grossen Herstellern wie Apple und Microsoft zeigt, welche Märkte heiss umkämpft werden. Microsoft lanciert diese Woche Windows 8. Ein Betriebssystem, welches auf dem heimischen PC dieselbe Benutzeroberfläche wie auf dem mobilen PC, einem Tablet oder dem Mobiltelefon zur Verfügung stellt. Dies bedingt ein neues Bedienkonzept. Der Trend geht ganz klar in Richtung Touch-Bedienung.
Apple kündigte vor kurzem ein kleineres iPad an, offensichtlich unter dem Druck der Handyhersteller-Konkurrenz. Denn Samsung, HTC und Co. haben kontinuierlich “Telefone” mit grösseren Displays entwickelt. Und genau diese Modelle sind heute der Renner unter den jüngeren Generationen sowie Leuten, welche viel von unterwegs Informationen aus dem Internet beziehen.

Kommen wir zurück zu den rückläufigen PC Verkäufen. Gerade die jüngeren Verbraucher möchten ihren “PC” immer dabeihaben, möglichst leistungsfähig, leicht (wer trägt denn schon gerne ein 3kg Notebook herum, und im Ausgang ist das sehr uncool….) und einfach bedienbar. Ein Tablet oder ein Mobiltelefon mit einem 4″ Display ist dazu wie perfekt gemacht. Weshalb muss also zuhause noch ein PC herumstehen?

Was hat das ganze nun mit dem Titel meines Beitrags zu tun? Gerade die jungen Generationen setzen hier einen Trend, den Trend in Richtung Mobilität. Die heutigen Netze bieten genügend Kapazitäten, um Webinhalte, ja sogar Film-Streams in guter Qualität bereitzustellen. Die Grenzen haben bis anhin die Endgeräte mit ihren zu kleinen Bildschirmen gesetzt. Was ist also der Trend für uns im Marketing und wie können wir diesen für unser Geschäft nutzen?

Habt Ihr schon einmal versucht, in einem Webshop von unterwegs etwas zu bestellen? Oder in Eurem Lieblingsforum einen Artikel zu veröffentlichen? Oder online Informationen über eine Tourismusregion oder ein Hotel zu beziehen? Wie ist das Erlebnis, wenn die Webseite für eine Bildschirmauflösung von 1200 x 900 Bildpunkte optimiert ist und wir nur 480 x 320 zur Verfügung haben (die meisten Handys haben noch diese Auflösung)? Die Navigationsbuttons nur für sehr spitze Finger erreichbar sind? Genau – am Ende gibt man entnervt auf, ohne die gewünschte Information erhalten zu haben, geschweige denn, einen Einkauf getätigt zu haben.

Dies ist für uns als Anbieter einer Leistung, eines Produkts, eine entgangene Geschäfts-Chance!

Unsere Zielgruppen können also nicht erreicht werden und wir gehen leer aus. Unter diesem Gesichtspunkt sollte der Aufwand zur Gestaltung einer mobilen Webseite mehr als gerechtfertigt sein. Aber was zeichnet eine mobile Webseite gegenüber einer “Desktop”-Webseite aus? Neben der Darstellungsgrösse werden vor allem die Daten reduziert, um die kleineren Bandbreiten zu berücksichtigen und damit die Ladezeiten zu verringern. Dies betrifft z.B. Bilder, Logos, etc.. Nicht alle Inhalte, die auf der “normalen” Webseite publiziert werden, müssen zwingend mobil bereitgestellt werden, hier kann oft reduziert werden. Die Navigation wird mobil so aufgebaut, dass sie Touchscreen-tauglich ist, also grosse Flächen, die Navigationshierarchie sollte möglichst flach sein, damit der Konsument sehr schnell auf die gesuchte Information stösst. Einen weiteren Vorteil bieten mobile Webseiten, da direkt ein Kontakt vom Seitenbesucher zum Anbieter hergestellt werden kann. So bietet sich neben direkten Telefonkontakten und Email auch SMS Kommunikation an. Diese Medien lassen sich ohne Medienbruch einbinden, denn sowohl Tablets als auch Mobiltelefone können die Kontakte direkt herstellen – die Handyeigenen Funktionen lassen sich direkt einbinden.

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Einsatz von QR-Codes

Mit diesem Beitrag löse ich mein Versprechen vom 6. Juni ein, Ihnen etwas über den falschen Einsatz von QR-Codes näherzubringen. Dazu stelle man sich einfach alltägliche Situationen vor:

QR-Code auf einer Webseite
Sie lesen den QR-Code mit Ihrem Smartphone und werden dann wieder auf eine Webseite geleitet. Im Web gibt es sehr viel einfachere Mittel, den Besucher auf ein spezielles Angebot zu leiten. Zum Beispiel den Link. Oder Kontaktdaten zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel eine vCard. Oder einen direkten Download einer Datei.

QR Code auf unebenen Flächen

Bildquelle: http://twitpic.com/9zjq74

Sie stehen an der Supermarkt Kasse an fünfter Position und die Kassierin versucht verzweifelt, einen Barcode zu scannen – und verzweifelt daran fast selber. Auch beim Lesen von QR-Codes bestehen gewisse Lesetoleranzen, doch auch diese haben Grenzen. Überlegen Sie sich also gut, wo Sie einen QR-Code aufbringen.

Datenmenge im QR-Code
Je länger sich eine Ziel-URL gestaltet, umso grösser wird die Datenmenge, welche im Code dargestellt werden muss, umso eher können sich Fehler beim Codieren oder Lesen ergeben. Ein einfaches Gegenmittel sind Kurz-URLs, welche z.B. mittels Webdiensten wie  tinyurl.com erstellt werden können.

Landing Page
Mit einer Landing Page ist die Seite/n gemeint wohin der Besucher nach dem Scannen geleitet wird. Da das Scannen zu 100% mit einem Smartphone erfolgt, wird auch die Landingpage mit demselben Gerät besucht. Und genau deswegen ist es sehr wichtig auch die Darstellung diese Seite(n) für mobile Geräte zu optimieren. Besonders zu beachten sind dabei die Schriftgrösse, die Seitengrösse in Pixel sowie die Verwendung von Bildern (Datenmenge!).

Grösse des QR Codes
Achten Sie darauf, dass der Code in entsprechender, sinnvoller Grösse dargestellt ist. Auf einem Briefumschlag macht ein 1×1 cm kleiner QR Code mit einer Kurz-URL durchaus Sinn. Bei der Anwendung auf einem Plakat darf oder muss der Code aus verschiedenen Gründen grösser dargestellt werden: der Betrachter steht beim Scannen einige Meter vom Plakat entfernt, der Code sollte entsprechend dem Scanfenster angepasst sein. Weiter soll der Code auffallen, der Betrachter zum Besuchen der Webseite animiert werden – dies gelingt nur, wenn der Code entsprechend prägnant ersichtlich ist.

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Social Media richtig einschätzen und einsetzen

Der Einsatz von sozialen Medien birgt für Unternehmen viele Chancen, aber auch Risiken. Chancen, wenn sie massvoll, zielgerichtet und orchestriert eingesetzt werden. Risiken, wenn keine Strategie und keine Richtlinien existieren.

Ich möchte in diesem Beitrag auf die Gefahren hinweisen, um den Leser zu sensibilisieren. Lösungen und wie den Risiken entgegengewirkt werden kann, zeige ich Ihnen gerne anhand Ihres spezifischen Umfeldes auf. Neben einigen grundsätzlichen “do’s” und “dont’s” können die Anforderungen der Unternehmen sehr unterschiedlich sein.

Twitter
Mit nur 140 Zeichen können knappe und prägnante Nachrichten verbreitet werden. Zum Versand von Nachrichten genutzt wird Twitter sowohl von Privatpersonen als auch von Promi’s und Unternehmen. Die Kontrollierbarkeit von Twitter stellt ein Problem für Firmen dar – jeder Mitarbeiter kann firmenrelevante Nachrichten verbreiten, im schlechtesten Fall vertrauliche Informationen verbreiten. Beispiel: “twitterer” senden gerne Nachrichten über ihren Standort oder darüber, was sie gerade tun. Eine Information eines Mitarbeitenden, bei welchem Kunden er/sie gerade was tut, ist nicht die Information, welche Sie als Unternehmen verbreiten möchten. Deshalb ist es wichtig, Richtlinien über die Art der zulässigen/unzulässigen Informationen zu erlassen.
Mit Twitter erreichen Sie nur eine grosse Reichweite, wenn Sie regelmässig interessante Neuigkeiten mitzuteilen haben, denn dann vergrössert sich Ihre “follower”-Gemeinde. Als Unternehmen sollten Sie sich deshalb gut überlegen, ob Sie genügend interessante Nachrichten zu verbreiten haben, welcher Natur diese Informationen sein sollen – und was Sie damit erreichen wollen. Erst dann entscheiden Sie, ob Twitter das richtige Medium für Ihr Unternehmen ist.

Facebook
Hier stellt sich eine ähnliche Thematik wie bei Twitter – nur dass sehr viel mehr Informationen und Medientypen verbreitet werden können.Facebook als Networking-Plattform ist eher auf business-2-consumer oder consumer-2-consumer als auf
busines-2-business Komunikation ausgerichtet. Trotzdem oder gerade deshalb ist es hier wichtig, die Benutzer auf die Gefahren hinzuweisen und Richtlinien auch betreffend der privaten Nutzung zu erlassen: keine beleidigenden, diskriminierenden, rassistischen oder vulgären Beiträge und keine firmeninterne Informationen verbreiten. Schlussendlich können solche Beiträge neben dem schlechten Licht auf die Privatperson auch negative Folgen für das Unternehmen haben.

Linkedin, Xing
Diese beiden Plattformen bieten im Unternehmensumfeld viele Möglichkeiten, sowohl virtuell als auch real mit Personen und Unternehmen in Kontakt zu treten.Hier gelten dieselben Grundregeln wie bei Twitter und Facebook.

Noch wenige Unternehmen, gerade im KMU, haben heute klare Richtlinien für die Mitarbeitenden und Konzepte für die Nutzung von Social Media. Diese gehören aber in jedem Fall in ein Kommunikationskonzept.

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Umsatzeinbruch bei Businesscard-Scannern!

Sie haben sicher schon die kryptischen, quadratischen kleinen schwarzweissen, sogenannten QR-Code gesehen.

Auf Verpackungen, Inseraten in Magazinen oder Plakaten. Wissen Sie damit etwas anzufangen?
Die Funktionsweise ist abstrahiert betrachtet sehr einfach – der QR-Code wird mit einem mobilen Device, z.B. einem Mobiltelefon abfotografiert, durch einen speziellen QR Reader interpretiert und schon haben Sie relevante Informationen auf Ihrem Telefon gespeichert. QR steht für quick response, also direkte Reaktion. Wo liegt denn nun der Nutzen dieser Technologie?
#1 siehe Titel dieses Blog-Beitrags. Platzieren Sie einen QR Code auf Ihrer Businesscard, mühsames Abtippen oder kniffliges Einscannen Ihrer Daten gehört der Vergangenheit an. Der Empfänger wird es Ihnen danken.
#2 Sie planen eine Kampagne und möchten Interessenten auf Ihre Webseite leiten. Der QR Code beinhaltet den direkten Link zu Ihrer Kampagnenseite – QR at it’s best.
#3 Kombinieren Sie den QR Code mit einer mobilen Webseite, um den mobilen Interessenten bereits unterwegs Informationen auf ihr Smartphone zu liefern. So entstehen keine Verzögerungen in der Kommunikation.
#4 Nutzen Sie Ihre Firmenfahrzeuge als effizientes Werbemittel, beziehen Sie die mobilen Zielgruppen ein.

Ein Test gefällig? Hier gibts kostenlose Apps für Ihr Smartphone, z.B.
Android
iPhone
Windows

Es gibt unzählige QR Reader, Free- oder Shareware.

Soviel fürs erste zu den “do’s”. Im nächsten Beitrag lesen Sie mehr über die “dont’s”.

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Selbstläufer Kommunikation und Werbung?

Kennen Sie Skin-so-soft – «die Crème für eine seidig zarte Haut» von Avon? Wissen Sie, wer sie am häufigsten anwendet? Die britische Marineinfanterie.

Was dem Hersteller entgangen ist: mit seinem Produkt hat er einen idealen (und obendrein günstigen) Insektenschutz auf den Markt gebracht. Nicht entgangen
ist es den Kunden. Über Mund-zu-Mund-Propaganda haben sie die zweite Karriere des Produktes lanciert und eine, was die Wahl der Mittel angeht, ebenso unzimperliche wie wählerische Eliteeinheit überzeugt. Schneller, kostengünstiger und glaubwürdiger,
als es eine Marketingabteilung je vermocht hätte.
Die Erkenntnisse daraus?
Erstens
: Kunden verwenden Produkte und Dienstleistungen nach ihren eigenen Vorstellungen.
Zweitens
: Sie kommunizieren schneller, überzeugender und weltumspannender als Unternehmen.
Drittens: Sie sind smarter als wir.

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